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Verletzungsrisiko der Wadenmuskulatur reduzieren

Gastautor Jesper M. Schwarz, Reha- und Athletiktrainer im NLZ von Eintracht Braunschweig und Gründer von SoccAthletix – spielend fit werden (www.soccathletix.de) gibt Dir in seinem heutigen Gastartikel wichtige Informationen über eine häufig von Verletzung geprägte Körperregion – die Wadenmuskulatur.

Nachdem wir uns in unserem letzten Artikel zur Verletzungsprävention der hinteren Oberschenkelmuskulatur beschäftigt haben, möchten wir heute den Fokus auf die Wadenmuskulatur legen.

Wie wir bereits festgestellt haben, gehört der Fußball zu den Spielsportarten mit der höchsten Verletzungsprävalenz. Mit dem steigenden Spieltempo und taktische Spielweisen, wie das frühe Gegenpressing, hat die Intensität im Fußball in den letzten Jahren stark zugenommen. Durch die steigende Intensität geht auch ein erhöhtes Verletzungsrisiko mit einher. Grund genug, sich mit Präventionsmöglichkeiten zu beschäftigen.

WELCHE MUSKELN BILDEN DIE WADENMUSKULATUR?

Die Wadenmuskulatur ist sowohl für die Beugung des Kniegelenks als auch für die Beweglichkeit des Fußes verantwortlich. Diese lässt sich in eine oberflächennahen und in tiefere Muskelgruppen unterteilen. Die oberflächliche Muskelgruppe wird durch dem m. triceps surae (dt. dreiköpfiger Wadenmuskel) gebildet. Dieser besteht aus drei Anteilen: Dem M. gastrocnemius , dem m. soleus sowie dem m. plantaris. Die tiefere, eher unbekannte, Muskelgruppe wird durch dem m. tibialis posterior, dem m. flexor hallucis longus, sowie dem m. flexor digitorum longus gebildet.

WIE MACHT SICH EIN MUSKELFASERRISS DER WADENMUSKULATUR BEMERKBAR?

Ein Muskelfaserriss in der Wade ähnelt einem Muskelfaserriss in der Oberschenkelrückseite. Je nachdem, wie viele Fasern gerissen sind, ist die Bewegung des Spielers mehr oder weniger gehandikapt. Neben Schmerzen und Bewegungseinschränkungen kommt es zu einer Einblutung in die Muskulatur. Zudem kann es auch zu sichtbaren Blessuren kommen. In einigen Fällen kann es auch sein, dass die Schmerzen in der Wadenmuskulatur erst einige Stunden später auftreten.

Der Spieler sollte sofort das Training oder Spiel beenden und dem PECH-Protokoll folgen:

  1. Pause (sportliche Betätigung einstellen)
  2. Kühlen (optimalerweise mit einem Schwamm aus dem Eiswasser)
  3. Kompression (Stoppt die Einblutung)
  4. Hochlagern (Über die Herzhöhe lagern, um Blutfluss zu verringern)

Um die Ausfallzeit so gering wie möglich zu halten, sollte der Spieler im Anschluss einen Arzt aufsuchen und sich physiotherapeutisch behandeln lassen. Muskuläre Verletzungen der Wade führen zu einer Ausfallzeit von drei bis acht Wochen. Idealerweise verhindern wir diese Verletzungen im Vorfeld.

WIE LASSEN SICH VERLETZUNGEN DER WADENMUSKULATUR VORBEUGEN?

1. Richtiges Aufwärmen: Mit dem richtigen Warm-Up kann die Temperatur der Muskulatur erhöht werden. Eine gute Übung dafür ist das „Fersenheben“. Dabei stellt sich der Spieler mit den Zehenspitzen an den Rand einer Erhöhung. Die Füße stehen eng nebeneinander. Über den Ballen auf die Zehenspitzen drücken, die Fersen so weit wie möglich abheben und dann die Fersen maximal nach unten absenken. Die Bewegung kann 12 – 15 Mal wiederholt werden.

2. Mobilisation der Wadenmuskulatur durch die Form Roll: Mit Hilfe einer Faszienrolle kann die Wadenmuskulatur zusätzlich mobilisiert und die Durchblutung verbessert werden. Dafür einfach auf den Boden setzten und die Rolle unter der Wade platzieren. Jetzt das Gesäß vom Boden abheben und mit Druck den Unterschenkel bis kurz unterhalb des Knies über die Rolle bewegen. Diese Bewegung mehrfach wiederholen. Tipp: Die Intensität der Massage kann gesteigert werden, indem beide Beine übereinander geschlagen und auf der Faszienrolle ablegt werden – so erhöht sich der Druck auf die Strukturen.

3. Krafttraining: Versuche als Trainer gelegentlich Kräftigungsübungen für die Wadenmuskulatur in dein Training einzubauen. Durch ein regelmäßiges Krafttraining der Wadenmuskulatur kann die Widerstandsfähigkeit erhöht werden. Im Zuge dessen wird das Verletzungsrisiko deiner Spieler reduziert.

Weitere Tipps zur Prävention von Verletzungen sowie interessante Trainingsinhalte findest du auf www.taktikr.com und www.soccathletix.de

Foto Jon Candy CC BY-SA 2.0

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