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Fussballtraining Trainingsmythen

Die 7 größten Trainingsmythen im Fußball

Obwohl nicht nur im Profi-Fußball mit modernsten Methoden gearbeitet wird, sondern auch der Amateurfußball sich immer professioneller aufstellt, gibt es ein paar Trainingsmythen, die sich nach wie vor hartnäckig in den Köpfen der Trainer halten. Womöglich hast du selbst als aktiver Spieler noch den einen oder anderen Trainer erlebt, der auf einige der unten aufgeführten Trainingsmythen geschworen hat – Zeit, damit ein für alle Mal aufzuräumen!

Mythos Nr. 1: Beim Ausdauertraining hat der Ball nichts verloren

Vorbereitungszeit heißt auch (Grund-)Ausdauertraining. Viele Trainer setzen dabei nach wie vor auf Wald- und Steigerungsläufe ohne Ball. Diese Denkweise ist völlig überholt. Die fußballspezifische Ausdauer beziehungsweise Kraftausdauer (Sprints: häufige Anzahl und unterschiedliche Distanz) kann und soll in spielnahen Trainings- und Spielformen trainiert werden, also mit Ball. Klarer Vorteil: Das Training mit Ball macht mehr Spaß, das steigert die Motivation. Und: Vor allem wettkampforientierte Trainingseinheiten treiben die Spieler an ihre Leistungsgrenzen, das Ausdauertraining ist dadurch viel effektiver. Erwünschter Nebeneffekt: Die Trainingsbeteiligung steigt, wenn die Spieler sich auf ein Training mit Ball einstellen.

taktikr-Übungvorschlag Ausdauer: Ausdauer

Mythos Nr. 2: Dehnen bringt nichts

Das Dehnen ist eines der besonders kontrovers diskutierten Themen auf dem Fußballplatz. Auch regelmäßiges Dehnen könne Verletzungen nicht zuverlässig verhindern, sagen die Gegner. Fakt ist: Das Verletzungsrisiko wird durch das Dehnen definitiv gesenkt, denn das Dehnen verringert die Spannung in Muskeln und Sehnen und sorgt so für eine bessere Beweglichkeit der Spieler. Und eine erhöhte Beweglichkeit verringert das Verletzungsrisiko.

Entscheidend ist: Vor der Einheit ist eine ordentliche Erwärmung das A und O, erst danach sollte ein leichtes „Andehnen“ der Muskeln erfolgen. Umso wichtiger ist dann das intensive Dehnen nach der Belastung, weil die Muskulatur dann am stärksten kontrahiert ist und so die Elastizität der Muskeln erhalten wird.

Weitere Informationen zum richtigen Dehnen auf taktikr.com: Richtiges Dehnen

 

Mythos Nr. 3: Ein guter Spieler ist später auch ein guter Trainer

Gehört ebenfalls zu den unsäglichsten Trainingsmythen. Die Aufgaben eines Trainers sind viel komplexer als die eines Spielers. Und das fußballerische Know-how, das ein guter Spieler mitbringt, ist zwar eine Komponente eines guten Trainers, aber eben nur eine von vielen. Denn der Trainer muss das Wissen auch gut vermitteln können: als Motivator, Psychologe und Pädagoge mit viel Geduld, Ehrgeiz und Disziplin auftreten.

Weitere Informationen zum Anforderungsprofil eines Fußballtrainers: Was muss ein Fußballtrainer können?

Mythos Nr. 4: Traineransagen sind selbsterklärend

Die Kommunikation zwischen Trainer und Spielern ist ein sehr komplexer Prozess. Das Problem bei der Kommunikation besteht darin, dass der Trainer oft nicht versteht, warum die Spieler seine Ansagen nicht richtig umzusetzen vermögen. Das hängt häufig damit zusammen, dass sich der Trainer nicht in seine Mannschaft hineinversetzt. Als Trainer muss man sich genau überlegen, wie man Spielidee, Übungsinhalte und Taktikdetails so vermittelt, dass die Spieler sie verstehen. Die Art der Ansprache ist nicht zuletzt abhängig von der Altersstufe der Mannschaft, ihrer Erfahrung und dem Spielniveau.

Mehr über die Kommunikation zwischen Trainer und Athlet: Kommunikation im Fußball

 

Mythos Nr. 5: Der Trainer muss jeden Spieler gleich behandeln

Noch einer der schlimmsten Trainingsmythen. Gleichbehandlung wird oft mit Gleichberechtigung der Spieler verwechselt – ein fataler Trugschluss. In der Kommunikation und in der Trainingssteuerung muss auf die Individualität der Spieler eingegangen werden. Das bedeutet aber nicht, dass einzelne Spieler bevorzugt oder benachteiligt werden! Der Trainer muss die Charaktereigenschaften jedes einzelnen Spielers herausarbeiten und berücksichtigen (Wen treibt Kritik zu Höchstleistungen? Wer braucht Zuspruch, um an die Leistungsgrenzen zu gehen?). Bei der Trainingssteuerung muss der Trainer zudem die Altersstruktur der Mannschaft berücksichtigen. Ältere Spieler brauchen bei besonders intensiven Einheiten schneller eine Pause als junge Spieler. Der Trainer muss darauf achten, dass die Belastung auf jeden Spieler optimal abgestimmt ist.

 

Mythos Nr. 6: Die Viererkette bringt in der Kreisliga nichts, weil es dort keine Linienrichter gibt

Der primäre Vorteil der Viererkette besteht nicht darin, auf Abseits zu spielen. Die Abseitsfalle lässt sich auch mit der modernen Dreier- oder Fünferkette praktizieren.

Vorteile der Viererkette gegenüber mannorientierter Verteidigung mit Libero sind

  1. Tiefenstaffelung: Der Verteidiger, der den ballführenden Gegner attackiert, wird von weiteren Verteidigern abgesichert. Das bringt Überzahl in Ballnähe;
  2. Raum- statt ballorientierte Verteidigung: Passwege werden zugestellt;
  3. Die Außenverteidiger können sich ins Offensivspiel einschalten: Verstärkung des Mittelfelds.

taktikr-Übungsvorschlag Viererkette: Viererkette

Mythos Nr. 7: Für die optimale Spielvorbereitung ist es wichtig, den Spielern so viele Informationen wie möglich mitzugeben

Die Spieler können bei der Vorbesprechung nur eine begrenzte Anzahl von Informationen und Tipps aufnehmen und zuverlässig speichern. Deshalb ist es besser, sich auf die drei bis fünf wichtigsten Aspekte zu Spielidee, Taktik und Gegner zu konzentrieren und diese kurz und verständlich zu erläutern.

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